Reflection

unbekannt


EAN / ISBN:   0028947757191
Ausgabe:  
CD(s): unbekannt

Audio CD

Bibliograf. Angaben: 54 x 555 x 497 mm, 18 g
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Meinungen zum Buch: In 2 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 4.5 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:

Eine wenig gelungene Einspielung

Bewertung 4 von 5.0 Punkten vom 25.12.2006
Fünf Sterne wären fällig gewesen, wenn die Aufzeichnung des Klavierkonzertes eine bessere Tiefenschärfe erreicht hätte. Leider sind die Instrumente abgesehen vom Klavier nur höchst summarisch aufgezeichnet, kaum auszumachen und teilweise verfremdet.

Grimauds Spiel begeistert durch seine Vitalität und Stilsicherheit, Sie vermeidet jeglichen Eigenwillen und widerstrebt nicht dem Orchester. Das Einverständnis zwischen den Künstlern ist hörbar. Besonders die Brahms-Sonate rührt einen an, Truls Mork wird von Heléne Grimaud perfekt in Szene gesetzt. Die Sonate wurde wie das Konzert in der Dresdner Lukaskirche aufgenommen, eine gute Wahl. Die obligaten Rhapsodien aus dem Umkreis des zweiten Klavierkonzertes von Brahms geben der CD insgesamt schon einen beträchtlichen Repertoire-Wert.

Vom künstlerischen Standpunkt ist die CD ein Highlight aus dem Grammophon-Katalog. Wer allerdings eine tontechnisch gelungene Einspielung dieser Künstlerin sucht, der greife zu der Aufnahme von ERATO aus dem Jahr 1995 (das muss man sich mal vorstellen: für die UNIVERSAL scheint die technische Entwicklung sich umgekehrt zu haben!). Hier spielt die blutjunge Grimaud absolut meisterlich das Schumann-Konzert mit dem Berliner Symphonischen Orchester in einer unersetzlichen Aufnahme!

wunderbares programm

Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 12.12.2005
h. grimaud liebt es, auf ihren cds ganz eigenartige kombinationen zu bieten. etwa auf "credo", wo beethovens "chorfantasie" neben pärts "credo" steht und man den eindruck gewinnt: die gehören irgendwie zusammen. so auch hier: robert schumann, clara schumann, johannes brahms fonden auf réflexions zusammen. hier liegt die besonderheit nicht in der epochenübergeifenden schau auf werke zu einem bestimmten thema, sondern auf der beleuchtung des bezeihungsdreiecks zwischen diesen drei komponisten über sämtliche gattungsgrenzen hinweg: schumanns klavierkonzert steht neben lieder seiner frau, die anne-sophie von otter interpretiert, es folgt die cellosonate nr 1 von brahms. ein wunderbares prgramm, zusammengehalten vom sensiblen klavierspiel grimauds, die als solistin im schumannkonzert genauso zu überzueugen vermag wie als begleiterin von anne-sophie von otter und als dialogpartnerin des cello in der brahms-sonate. eine cd, die wie gemacht ist für einen winterlichen musikhörabend. ich bin begeistert.


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Buchbeschreibung:

REFLECTION

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Image der "Frau mit den Wölfen" hat Helene Grimaud nun endlich abgestreift. An seine Stelle ist der Ruf einer nachdenklich-vergrübelten und hochsensiblen Klavierphilosophin getreten. Und er scheint Hélène Grimaud zu gefallen, betrachtet man die Namen, die sie ihren Einspielungen gibt. Auf Credo folgt nun Reflection, eine Aufnahme, die danach trachtet musikalisch (!) die Dreiecksbeziehung Clara und Robert Schumann und Johannes Brahms zu beleuchten. Kein uninteressanter Ansatz dem romantischen Dreigestirn eine Aufnahme zu widmen, deren Musik laut Grimaud im "ewigen Spannungsfeld von Liebe, Tod und Transzendenz" entstand. ""Die beiden, Robert und Clara Schumann", philosophiert sie, "haben die Musik als Raum des Geistes geschaffen. Als Reich der Phantasie. Es ist diese Welt in der sie leben, lieben und streiten konnten."

Und so zieht sich durch die Werke, deren Auswahl auf dem ersten Blick etwas willkürlich erscheint, das blaue Band der Liebe. Da sind die von Anne Sofie Otter inspiriert vorgetragenen "Liebesfrühlings- Lieder" nach Gedichten von Friedrich Rückert, die Robert und Clara gemeinsam nach ihrer Hochzeit komponierten. Fünf Jahre nach der Trauung vollendete Robert Schumann sein Klavierkonzert a-moll op. 54, deren Gratwanderung zwischen Überschwang und Melancholie von Helene Grimaud meisterhaft bewältigt wird. "Man muss es im Geiste der Kammermusik spielen", sagt sie, "Das Konzert hat ein Eigenleben und steckt voller Anspielungen. Und man kann ihm nur näherkommen, indem man mit Leuten arbeitet, mit denen man sich vollkommen frei fühlt und aus dem Moment heraus erfinderisch ist - und selbst dann gibt es keine Garantie, dass tatsächlich etwas daraus entsteht." Nicht nur Esa-Pekka Salonen, der die musikalische Leitung hat, scheint dieses Vertrauen zu genießen. Auch der Cellist Truls Mørk: hochsensibel seine Interpetation von Johannes Brahms’ Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 1 op. 38. -- Teresa Pieschacón Raphael