| Meinungen zum Buch: |
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In 34 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 4.0 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:
Die dunkle Unterströmung der AngstBewertung 4 von 5.0 Punkten vom 21.08.2010- Inhalt:
Ruth Gilmartins Mutter Sally hat ihr Leben lang Angst gehabt, umgebracht zu werden. Was von Ruth nie ganz ernst genommen wurde, was lediglich merkwürdig erschien, ergibt im Sommer des Jahres 1976 plötzlich Sinn: Sally erzählt ihrer Tochter von ihrem bisher geheim gehaltenen Leben, von ihrer Identität als Eva Delektorskaja, von ihrer Spionagetätigkeit für Lucas Romer. Ruth realisiert, dass sie ihre Mutter eigentlich nicht gekannt hat - und erfährt nach und nach die wahre Geschichte ihrer Mutter.
Mein Eindruck:
William Boyd schreibt sehr atmosphärisch und lässt Ereignisse, Orte und Protagonisten vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen. Sowohl seine Beschreibungen vom England der 70er Jahre als auch der Welt in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wirken authentisch und überzeugend. Durch die Zeitsprünge gelingt dem Autor ein lebendiger Roman, der zudem meisterhaft erzählt, durchgehend spannend und flüssig lesbar ist.
Mein Eindruck:
'Ruhelos' ist sicherlich nicht mein letzter Roman des Autors. Sehr gut! GroßartigBewertung 5 von 5.0 Punkten vom 21.07.2010- Ein großartiger Spionagethriller!
Ich habe mich schon lange nicht mehr so sehr in ein Buch hineingezogen gefühlt. Es ist eines dieser Bücher die einem noch Tage und Wochen nacher beschäftigen. Auch wirken sich die zwei verschiedenen gewählten Erzählperspektiven keinerlei nachteilig für die Story aus.
Sprachlich ist das Buch ein Vergnügen.
lesenswerter SpionagethrillerBewertung 5 von 5.0 Punkten vom 07.06.2010- In den 70er Jahren angesiedelt zeigt dieser Spionagethriller ein detailliertes Bild der Zeit um Pearl Harbor. Eingefangen und weitergegeben werden die Kriegsgeschichten durch Berichte und Erzählungen einer ehemaligen Spionin an ihre Tochter. Verstrickungen bis in höchste Regierungskreise, das ewige "was wäre gewesen, wenn..." und ein absolutes Erstaunen über die Ausmaße, die Macht der Spionage- und Abwehrorganisationen versetzen beim Lesen in Entsetzen. Für Menschen, die unter der allgegenwärtigen Beobachtung durch die Stasi gestanden haben, ist dieses Buch ein relativierender Schatz, der die Erkenntnis "die anderen waren auch nicht anders" befördern könnte. Ein Buch in äußerst angenehmer Sprache, dicht, fesselnd, erhellend.
Lesenswert. Warum der Hype? Nicht mehr als ein durchschnittlicher Spionageroman.Bewertung 3 von 5.0 Punkten vom 13.05.2010- William Boyds "Ruhelos" ist ein recht durchschnittlicher, wenn auch kurzweilig erzählter Spionageroman. Den Bestseller-Hype um dieses Buch kann ich nicht nachvollziehen.
Sally Gilmartin verdient ihr Geld als English-Nachhilfelehrerin in einem Vorort von Oxford. Ihre Schüler stammen aus aller Herren Länder und sind nach Oxford gekommen, um Ihren beruflichen Fortgang zu beschleunigen. Dass Sallys Wurzeln selber weit in andere Länder zurückreichen, ist ihr selbst nur in Andeutungen bekannt. Ihre Mutter Ruth verhält sich schon lange seltsam, u.a. mit deutlichen Zeichen eines sich verstärkenden Verfolgungswahns. Umso schockierter ist Ruth als ihre Mutter ihr schriftlich offenbart, zu Beginn des zweiten Weltkrieges für den britischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Kapitel für Kapitel erfährt Ruth mehr darüber wie Sally, mit ihrem eigentlichen Namen Eva Delektorskaja, als russische Emigrantin in Paris angeworben worden war, um dann für die British Security Coordination zu arbeiten. Ihre Aufgabe war die Mißinformation, das Verbreiten von Fehlinformationen und Zeitungsenten, um so die deutschen Militärs und Geheimdienste zu verwirren. Schnell entwickelt sich zu ihrem Chef Lucas Romer mehr als nur ein professionelles Verhältnis. Schließlich geht Eva mit Romer in die USA und gerät dort zwischen die Fronten der Geheimdienste und muss um ihr nacktes Überleben kämpfen.
Es entwickelt sich eine phasenweise rasante Erzählung über Intrigen, Mißtrauen und schließlich Verrat. Wem kann Sally, alias Eva nicht vertrauen? Wo sitzt der Verräter? Ist es am Ende ihr Liebhaber-Chef Lucas Romer?
William Boyd erzählt seinen Spionageroman vor dem Hintergrund der ersten Jahre des zweiten Weltkrieges. Ungewöhnlich ist der historische Fokus: Die Arbeit eines britischen Geheimdienstes in den USA. Trotz des ungewöhnlichen zeithistorischen Rahmens ist "Ruhelos" am Ende dann doch ein typischer Spionage-Thriller. Auch darin typisch, dass die ganze Handlung sich auf einen Höhepunkt hinbewegt, der dann recht läppisch ausfällt.
Spionageromane gehören nicht zu meiner bevorzugten Lektüre. Die überschwenglichen Bewertungen von Boyds "Ruhelos" haben mich dazu veranlaßt, dieses Buch dennoch zu lesen. Zwar war das Lesevergnügen durchaus kurzweilig, wirklich mehr als einen "Standard"-Spionageroman vermag ich in "Ruhelos" aber nicht zu erkennen. Ganz okBewertung 3 von 5.0 Punkten vom 10.05.2010- Auch mich hat der Klappentext des Buches angesprochen und im Endeffekt kann ich nur sagen, dass ich mir etwas mehr erwartet habe. Durch die zwei parallelen Erzählstränge fand ich das Buch trotzdem ganz interessant, aber bei weitem kein Highlight.
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