| Meinungen zum Buch: |
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In 12 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 4.0 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:
Nichts für EinsteigerBewertung 2 von 5.0 Punkten vom 26.08.2010- Ich bin auch der Meinung, dass dieses Buch nicht als Einstieg gedacht ist. Beschäftige mich in Rahmen einer Hausarbeit mit Kant und fand dies unter all den Büchern, in die ich mich eingelesen habe, am anspruchsvollsten. Sicherlich ist Kant sowieso nicht gerade einfach, das vorliegende Buch erleichtert das Verständnis aber kaum. Wesentlich hilfreicher fand ich das Buch von Max Klopfer (Ethik Klassiker), dessen Kant Kapitel umfassend und gut strukturiert ist, und als echten (!) Einstieg kann ich die Lesebücher von Ralf Ludwig empfehlen (Kant für Anfänger). Hier wird der Titel dem Inhalt eher gerecht.
Hm, leicht?Bewertung 2 von 5.0 Punkten vom 22.08.2010- Nun, ich persönlich verstehe unter "leicht" etwas anderes. Selbst wenn es die Philosophie Kants ist, die hier leicht gemacht werden soll. Ich studiere nicht Philosophie, bin aber sehr interessiert, und ich dachte, gerade Kant wäre wohl ein sehr guter Einstieg. Als ich dann dieses Buch entdeckte, hab ich gehofft, einen einfachen, verständlichen Einstieg in sein Denken zu finden. Weit gefehlt. Ich halte mich nicht unbedingt für einen Dummkopf, aber bereits nach wenigen Seiten kann ich den Worten des Autors nicht mehr folgen. Herr Römpp schreibt zwar schon ganz zu Anfang, dass das Verstehen einer bestimmten Philosophie immer das Erlernen der dazugehörigen Sprache voraussetzt. Er selbst erklärt die Sprache Kants aber in keinster Weise, benutzt sie aber direkt von Anfang an. Begriffe wie "Strukturbedingungen unserer Wahrnehmung" oder "apriorische Form der Anschaung" werden bereits direkt am Anfang ohne vorherige Erklärung benutzt. 2 Sterne deshalb, weil der Titel eine dreiste Lüge ist.
Zu unkritisch, zu oberflächlich!Bewertung 2 von 5.0 Punkten vom 28.03.2010- Das Buch hat mich nicht überzeugt,- Kant habe ich dadurch nicht besser verstanden, von "leichtverständlichkeit" keine Spur. Allenfalls leichtverständlich: die Abbildungen mit der Katze - dieser Einfall an sich ist ganz nett, wirkt jedoch mit dem Thema Kantscher Erkenntnistheorie eher kitschig, ja falsch. Und doch wieder wahr,- zumindest ist im Volksmund gelegentlich die Rede von "falscher Katze"! Römpp ist für meine Begriffe sehr oberflächlich. Das zeigt sich an Sätzen wie: "Nach dieser [kopernikanischen] Wende wird sich das Verhältnis des erkennenden Wesens zur Welt umggekehrt haben: nicht mehr erkennt dieses Wesen die Welt, wie sie ist, sondern die Welt ist, wie sie das erkennende Wesen erkennt." (S. 104) Das ist eine unqualifizierte irreführende interpretation Kants, denn zum einen handelt es sich im zitierten Falle um das "Absolute" zum anderen aber um das rein "Subjektive" der Welt, ein kategorischer Unterschied also. Um Kant einigermaßen anschaulich zu machen, wäre es nötig, in detektivischer Manier zumindest die wesentlichsten Widersprüche des Kantschen Systems zu beleuchten - ganau das aber lässt Römpp vermissen. Stattdessen ist er offenbar bestrebt unkritisch zu glätten was zu glätten ist, möglicherweise geleitet durch den Fehlschluss, dass Kants System insgesamt logisch und relativ widerspruchsfrei sei, was es nachweislich nicht ist! Nun, diese eher negative Kritik bezieht sich allerdings lediglich auf den "erkenntnistheoretischen" Teil jenes Buches - etwa erstes Drittel ("Das Wahre") - die nachfolgenden Teile mögen besser sein ("Das Gute" und "Das Schöne") sind mir jedoch kaum bekannt.
Schwere "Kost"Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 30.01.2009- Man muss sich, wie immer, Zeit für Kant nehmen.
Eindrucksvolle Begleitung in der Metaphysik Gut, aber ganz bestimmt nicht leicht!!Bewertung 4 von 5.0 Punkten vom 27.10.2008- Sicher bin ich mir nicht, aber es bestehen gute Chancen, dass, würde man im Rahmen einer Umfrage nach dem berühmtesten Philosophen aller Zeiten fragen, der Name Immanuel Kant ganz oben auf der Liste stehen würde. Einige der vom Königsberger Philosophen entworfenen Konzepte haben sich ihren Weg bis hinein die deutsche Alltagssprache gebahnt, wo sie bis heute ihren festen Platz haben: Sei es der kategorische Imperativ, sei es die Definition der Aufklärung als Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit oder aber der berühmte Ausspruch, dass ihn nur zwei Dinge immer wieder in Erstaunen versetzen würden, nämlich "der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir"; ein bisschen Kant kennen wir alle. Aber welches Gesamtkonzept vertrat der so berühmte Philosoph eigentlich und worin bestand das Revolutionäre in seinem Denken, welches bis heute nachwirkt? In seiner Einführung "Kant leicht gemacht" versucht Georg Römpp, dem Leser einen ersten Einstieg in das komplexe Denken Kants zu ermöglichen.
Die Darstellung ist unterteilt in drei Teile: Das Wahre, das Gute und das Schöne, wobei es zuerst um Kants Ansatz zur theoretischen Vernunft, anschließend um die praktische Vernunft, also die Frage nach dem richtigen Handeln, und abschließend um den Stellenwert der Ästhetik in Kants Denken geht. Dabei sollte sich der Leser aber auf keinen Fall durch den Titel des Buches in die Irre führen lassen: Kant wird hier nicht leicht gemacht und das ist auch gut so!! Es ist wohl schlichtweg unmöglich, Kants Philosophie dergestalt zu vereinfachen, dass man nach dem Lesen eines Buches der Überzeugung sein könnte, man hätte ihn jetzt endlich verstanden. Kants Denken ist komplex und für uns heute lebenden Menschen schwer nachzuvollziehen. Römpp tut wirklich sein Bestes, um mit einer sehr übersichtlichen Struktur und einer gut lesbaren Sprache die Grundprämissen von Kants Philosophie darzustellen. Dennoch hat es mich unglaublich viel Zeit und Konzentration gekostet, die Darstellung mit Gewinn zu lesen. Schon der zweite Satz des Buches lautet: "Sprechen wir von der theoretischen Vernunft - um die es in der 'Kritik der reinen Vernunft' geht - so muss dieses apriorische Erkennen dazu benutzt werden, um 'den Gegenstand' der Erkenntnis bzw. dessen Begriff zu bestimmen" (11). Nach einiger Zeit versteht der Leser, warum Kant davon ausgeht, dass nur synthetische Urteile a priori vernünftig sein können. Aber einfach zu verstehen ist das nicht, was aber, um es nochmals zu wiederholen, nicht an Römpp, sondern an der Komplexität Kants liegt, die nicht beliebig zu vereinfachen ist.
Fazit: Sehr gute Struktur, verständlich geschrieben, aber dennoch äußerst anspruchsvoll und ganz bestimmt nicht leicht zu verstehen. Zur weiterführenden Lektüre findet sich am Ende der Darstellung eine sehr gute kommentierte Literaturliste.
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