| Meinungen zum Buch: |
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In 2 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 5.0 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:
Ganz wunderbare SammlungBewertung 5 von 5.0 Punkten vom 25.06.2008- Für jemand, der etwas mehr von okkulter Symbolik versteht als nur ein Kunstprofessor möchte ich hier eindeutig diese Sammlung und die beigefügten Texte loben. Eine wenigstens kleine Einführung über die Alchemie vorausgesetzt - da reicht schon Wikipedia! - kann man sehr wohl etwas mit der hier präsentierten symbolischen Gedankenwelt der Philosophen, Alchemisten, Rosenkreuzer und Freimaurer 1500 - 1900 anfangen. Hier geht es um die Umsetzung von philosophischen Gedanken in symbolische, vom Unterbewusstsein verstandene Bilder, die wie Träume aussehen, manchmal geradezu archaiisch und brutal erscheinen. (Hier über die Qualität als "Kunst" aus der Zeit zu lästern ist nicht angebracht, denn darum ging es den Zeichnern nicht.) Einen rein chemischen oder pharmazeutischen Bezug herzustellen wäre gänzlich falsch.
Der Autor versuchte entsprechende Texte und Erläuterungen zur Symbolik beizusteuern, was SEHR schwer ist, und liegt m.E. bei 70-80% damit richtig. Daher ist es für jeden Interessierten, der sich mit Symbolik, Unterbewusstsein, Mystik, Okkultismus, Alchemie, Geheimgesellschaften der damaligen Zeit usw. befasst, ein echtes Fundstück, zumal die alten Tafeln normalerweise nicht so leicht aufzutreiben und zu besichtigen sind!
Ich kann das Buch nur empfehlen!!!
Schade nur, dass es so dünn und schlecht gebunden ist, man wagt es kaum, das Taschenbuch richtig aufzuschlagen, damit die 700 Seiten nicht lose werden. Nichts ist eben perfekt... Man wollte einfach Kosten sparen. Eine Einführung in die Ursprünge unserer Chemie...Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 06.04.2006- ... sehr aufschlußreich, wie phantasievoll die Maler und Zeichner sich bemühten, einen Sinn in die unerforschte Welt der Elemente zu bringen, bevor die moderne Chemie Klarheit brachte und all die kruden Vorstellungen hinwegfegte. Es sind aber auch religiöse und philosophische Visionen aus alten Codices und moderne Kunstwerke mit mystischem Bezug aufgeführt. Diese Vorstellungen sind eine Kombination aus dem damals bekanntem Wissen, eigenen Theorien und Verschlüsselungen. Die Geheimniskrämerei begann früh mit den Alchemisten, die einfach nicht wollten, daß jedermann ihre Rezepturen nachkochen konnte. Aber auch Geheimbünde und sektenähnliche Vereinigungen hatten ihre eigenen Darstellungen und Symbole, um ihre Erkenntnisse für den exklusiven Kreis der Eingeweihten zu reservieren.
Alle Zeichnungen, Buchillustrationen und Gemälde haben einen besonderen Reiz, da man hier sieht, wie die menschliche Phantasie Sinn selbst aus dem größten Unsinn zu schaffen sucht. Von der naiv anmutenden mittelalterlichen Skizze bis zu aufwendig illustrierten eigenständigen philosophischen Weltbild sieht man die gesamte Spannbreite der Mystik in diesem umfangreichen Bildband zusammengestellt. Die Abbildungen sind geordnet nach Themengebieten und man erfährt auch nebenbei noch interessantes Hintergrundwissen über die Geschichte der theosophischen Gesellschaft. Der Autor hat Kunst studiert und hat mit seiner umfangreichen Sammlung ein faszinierendes Buch vorgelegt, in dem man gerne blättert. Ich empfand allerdings immer einen gewissen Widerwillen gegen die Abbildungen, wenn ich mehr als 15 Seiten davon studiert und gelesen hatte. Eine Überdosis von diesen ausführlich und bisweilen pingelig ausgestalteten Phantasien, die allesamt schieren Aberglauben zur Grundlage haben, können einem wissenschaftlich denkenden Menschen ganz schön auf die Nerven gehen. Ich empfehle das Buch trotzdem für die Hausbibliothek und als Anregung für eigene künstlerische Tätigkeit. Man kann den Geist der Alchemie und Mystiker durch dieses Buch gut nachfühlen.
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