| Meinungen zum Buch: |
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In 6 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 3.5 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:
Nichts zu sagen...Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 20.08.2010- Tut mir Leid, das Buch habe ich für eine Freundin gekauft und habe es gar nicht gelesen : s
Bedenklicher geistiger Diebstahl innerhalb der morphogenetischen FelderBewertung 3 von 5.0 Punkten vom 09.12.2008- Es gilt zu bedenken das, das bedenken über das Vordenken schnell wird zu geistigem verrenken.
Die Denkraft ( zettai -ishi ) des denken, denkt schnell das Sie denkt, bevor Sie überdenkt das
Vordenken, respektiver im vorraus denken, also denken bevor man überhaupt denkt ( Hishiro Bewusstsein )
die höchste geistige Analyse ist. Wer nämlich zur Quelle will bedarf keiner Gießkanne.
Das Heidegger diese Vorlesung von Nietzsches geistigem Eigentum stahl ist so klar wie Kloßbrühe
Hier Genealogie der Moral und Jenseits von Gut und Böse
Deshalb schön weiter im trüben fischen. ;-))))) "Philosoph"ohne DenkvermögenBewertung 1 von 5.0 Punkten vom 28.07.2007- Was heißt Denken? Diese Frage ist typisch für Heidegger. Festzustellen ist, Heidegger konnte die Frage nicht beantworten, geschweige den selbst denken. Traurig, aber wahr: Heidegger konnte überhaupt nicht denken. Er hat es sein Leben lang verzweifelt versucht. Er hat sich stets bemüht...
Wenn man seine Biographie anschaut, so ist sicher sein Werk die Bewältigung seiner psychischen Krankheit, die bis heute eisern verschwiegen wird. IrrwegBewertung 1 von 5.0 Punkten vom 16.07.2007- Ich habe in meinem Studium lange gebraucht, um zu erkennen ,daß heideggersches Denken ein Irrweg ist. Dies zeigt auch dieses Buch in aller Unklarheit, die Heidegger zu eigen ist.
"Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste". (Hölderlin)Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 07.06.2007- |V
Hölderlins Zeile teilt sich, die Mitte umschließen zwei Verben, "Das Mögen ruht im Denken", so Heidegger. Ein wunderlicher Rationalismus, der die Liebe auf das Denken gründet. Ein fatales Denken, dem Sentimentalität entspringt. Was gesagt ist, ermessen wir mit der Frage: Was heißt Denken?
Diese Frage stellt sich dem Menschen, dem animal rationale (anthropos nach Aristoteles). Daraus folgt, dass zu klären ist, was ist Bedenken, Bedachtes, Gedachtes, Andenken. "Ein Zeichen sind wir, deutungslos" sagt Hölderlin in seiner Hymne unter der großen Überschrift: Mnemosyne. Und da trifft sich das Gedächtnis ("Das Gedächtnis ist die Versammlung des Denkens") in diesem griechischen Wort und führt uns zum Mythos, dem sagenden Wort, welches auch zeigen und scheinen meint, so dass die Epiphanie (Erscheinung) wieder in den Blickwinkel rückt und mit ihr die Denker der vorsokratischen Zeit, vor allem Parmenides, der dem Mythos den Logos gegenüberstellt. Später erkennt Platon den Zusammenhang von Schönheit (scheinen) und Wahrheit (denken).
Heidegger führt sanft doch wohlüberlegt in das Wesen des Denkens. Denn Denken denkt, wenn es dem Bedenklichsten entspricht. "Das Bedenklichste zeigt sich in unserer bedenklichen Zeit darin, dass wir noch nicht denken". Dieses ist Heideggers zentrale Aussage, gar Behauptung, die er in der Folge im Ton der Behauptung (negativ vs. neutral) zum anderen im Aussagecharakter zu verdeutlichen sucht. Von der negativen Sichtweise im Ton führt er über Spenglers "Untergang des Abendlandes" zu Nietzsches Aussage "Die Wüste wächst" und erkennt im Zusammenhang von Zerstörung und Verwüstung (die auch zukünftiges Wachsen unterbindet) die Verwüstung des Menschen, der auf die Vertreibung der Mnemosyne setzt, die doch eigentlich bedacht sein möchte. So wie das Denken über das Denken zu einem Zustand des Über (mehr als) führt, gemeint als Denken der Meta-Physik, folgt er dem Denken Nietzsches, dem er das Denken an sich zuschreibt und seine Gedanken des Zarathustra als die Bedenkenswerten hält. Das Bedenklichste ist, das wir noch nicht denken; immer noch nicht, könnte man sagen, obwohl in Kongressen und Gipfeln (G8) der Anschein erweckt wird, sich doch in der Vorstellung zu bewegen und im Handel zu scheitern. Und doch wurde in der Historie sichtbar, dass mehr gehandelt und weniger bedacht wurde. Bedacht ist das, dem ein Andenken gewidmet ist.
"Das Bedenklichste in unserer bedenklichen Zeit ist, dass wir noch nicht denken." (als zentrale Aussage wiederholt) Grund dafür ist nicht nur, dass wir uns nicht dem "Zu-Denkenden" zuwenden, sondern dass dieses sich "entzieht". Der Mensch, so Heidegger nach Hölderlin, ist ein Zeichen auf das Sich-Entziehende, deshalb "deutungslos". Ferner ist die Beziehung des Menschen zur Geschichte angesprochen, die, besonders seit Schopenhauer (Die Welt ist meine Vorstellung), im Sinne einer "Weltvorstellung" (Welt als Wille und Vorstellung; / Und nun nehme ich die Welt als das, was sie mir ist, als die meinige: Ich beziehe alles auf mich; Max Stirner) aufgefasst wird. Heute bestimmt die Wissenschaft (die nicht denkt), welche (Zeit- und Welt-) Vorstellungen "in unserem Kopf" sind. Für Nietzsche gilt es vor allem, die Überwindung des bisherigen "letzten Menschen" zu denken. Die Art des "letzten Menschen" ist die des Vorstellens im Sinne des "oberflächlichen Abschätzens". Es ist durch den "Geist der Rache" (Nietzsche) gekennzeichnet, wovon er, nach Nietzsche, gelöst werden soll. Diese moralische Frage gründet aber, Heidegger zufolge, im Metaphysischen. Nietzsches Metaphysik ist durch den Widerwillen gegen die Zeit, Heidegger spricht "vom Willen als dem Ursein", in Anlehnung. an Schelling (Wollen ist Ursein), gekennzeichnet: Der Wille will die Ewigkeit seiner selbst.
Heidegger lädt ein, zu denken, über das Denken nachzudenken und eigentlich seinen Gedanken zu folgen. Er zeigt Besonderes insofern, als das er die Textinterpretationen bei Hölderlin und Nietzsche in eine Perfektion führt, die seines Gleichen suchen. Hier wird semantisch korrekt, der Sinn in der Stellung der Worte wie der Worte Sinn selbst gesucht. Nietzsche wird in einer wunderbaren Weise zitiert und interpretiert, die den Zarathustra wiederholt lesenswert machen. Wir finden hier die Gedanken zum Denken einer Metaphysik, eines Meta-Menschen, den Nietzsche den Übermenschen nennt, der mit dem Willen zur Macht (und der Diskurs von Wille und Zeit sei besonders erwähnt) ausgestattet, sich selbst übertreffen möchte und zwar nicht nach den Gebaren einer Herrschaft, wie häufig fehl interpretiert, sondern in der Macht, sich selbst zu beherrschen in der Ausprägung der Selbstbestimmung. Diese Selbstbestimmung ist dieses seines Selbst bewusst seins, als ein Mensch, der seine Geburt in Nachgang bejaht und sich selbst neu erschafft. Der letzte Mensch, nach Nietzsche, ist der, der im Denken unvollendet, der nicht über sich hinausblickt, der überwunden werden muss, in dem er in sein Wesen eintritt (vgl. Cioran; Der Absturz in die Zeit). Es wird der sein, der dieses Denken denkt.
Es ist Spannung angesagt in dieser Arena, ein Nietzsche Interessierter kann von dieser Schrift nicht lassen. "Wir schufen den schwersten Gedanken, - nun lasst uns ein Wesen schaffen, dem es leicht und selig ist!" (Nietzsche nach Zarathustra)
Empfehlen möchte ich zusätzlich:
Kunert, Der konsequente Wille; --- Stirner; Der Einzige und sein Eigentum --- Sloterdijk; Der Denker auf der Bühne --- Nietzsche: KSA --- Hölderlin; Sämtliche Gedichte
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