| Meinungen zum Buch: |
|
In 7 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 4.5 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:
Kunst über die JahrhunderteBewertung 5 von 5.0 Punkten vom 21.06.2010- Kurz und prägnant geschrieben- gleichzeitig sehr informativ.
Verschiedene Beiträge aus mehreren Jahrhunderten beleuchten das Thema und die jeweiligen Auffassungen. Eines der besten Bücher zum Tehma - spannend wie ein Roman zu lesen:-) Philosophie zum VerstehenBewertung 5 von 5.0 Punkten vom 03.05.2010- Ob Platon, Aristoteles, Kant, Schiller oder Adorno - dieses Buch macht eindringlich, knapp und klar philosophische Positionen greifbar. Hier erfährt man nicht nur die Position der jeweiligen Philosophen zur Kunst, sondern bekommt einen kleinen Einblick in ihre allgemeinen Denkmuster. Einen ganz kleinen natürlich nur, denn jeder Aufsatz ist nur wenige Seiten lang. Aber dafür sehr pointiert und ein fantastischer Einstieg. Dass nicht alles erklärt werden kann, ist klar. Wer mehr wissen will, soll sich die Originalwerke der Autoren kaufen.
Popkorn Philosophie (im positiven Sinne)Bewertung 3 von 5.0 Punkten vom 07.10.2008- Michael Hauskellers schmale Einführung versammelt durchweg elegant geschriebene Texte zu klassischen Positionen der Ästhetik. Ihr Vorteil für Laien ist zugleich ihr Nachteil für Fachleser: Eine angemessen umfangreiche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Theorien kann aufgrund der Kürze nicht gelingen. Wer sich daran nicht stört bekommt einen schönen Überblick über 16 bedeutende Theorien des Ästhetischen.
" Die Menge macht den Künstler irr und scheu !" ( Goethe, Tasso)Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 30.01.2008- Dr. Michael Hauskeller befasst sich im vorliegenden Büchlein mit der Frage : " Was ist Kunst ?" und stellt 16 Positionen der Ästhetik vor. Zur Sprache kommen die Kunstbetrachtungen von Platon, Aristoteles, solche des Mittelalters, der Renaissance, von Kant, Schiller, Schopenhauer, Hegel, Rosenkranz, Croce, Heidegger, Adorno, Goodman, Lyotard und Danto.
Hinterfragt wird also was Kunst eigentlich ist und es wird verdeutlicht , dass es nach heutiger Sicht keinen allgemein gültigen Kunstbegriff gibt, der für alle Zeiten und Werke anwendbar ist.
Bei Platon und Aristoteles wurde die "Mimesis", die Nachahmung als Grundproblem der Kunst betrachtet, jedoch nicht als Nachahmung einer Naturerscheinung, sondern vielmehr als Abbildung der Ideen ( Platon) oder als Gestaltung in Richtung der Vollendung der Natur( Aristoteles), weil in der Kunst wie auch in der Natur die Form Prinzip des Werdens sei.
Im Mittelalter meinte man in der sichtbaren Schönheit die Schönheit Gottes erahnen zu können. Schön zu sein bedeutete etwas zu beleuchten oder deutlich zu machen , nämlich das ordnungsstiftende Wirken Gottes. Man begriff die Welt als ein einziges großes Licht, zusammengesetzt aus vielen Lampen, in deren Schein das Göttliche sich zeigte. Im gesamten Mittelalter galt die sichtbare Schönheit als ein Bild der unsichtbaren. Alles Helle , Bunte und Leuchtende, glänzende Materialien und strahlende Farben bringen den Lichtcharakter des göttlich Schönen zu Ausdruck.
In der Renaissance wurde einerseits die Natur Mutter der Kunst genannt, aber auch die Erfindung erhielt diesen Rang, wir der Autor verdeutlicht. Der Entwurf wurde als das ursprünglich Künstlerische betrachtet. Er ist gleichbedeutend mit präexistenten Idee im Geist. Aufgrund dieser Idee ergreift der Künstler die Wirklichkeit in reiner Gestalt. Nur deshalb ist Kunst erst natürlich.
Für Kant ist das Schöne mit dem subjektiv bestimmbaren Angenehmen identisch. Was auch immer uns gut gefällt, muss begrifflich bestimmt sein. Das ästhetische Urteil ist bei Kant ein Geschmacksurteil, weil es unabhängig von der Vernunft getroffen wird.
Die Vertreter der Klassik, beispielsweise Schiller , greifen übrigens die Idee der Renaissance wieder auf und knüpfen hier an. Das Universum schenkt uns kein reines Abbild des Ideals. Kunst möchte das Ideal, sprich die wahre Natur darstellen und zwar in der Aufgabe des Zufälligen und im Ausdruck des Notwendigen. Der Künstler ist in der Lage im Besonderen das Allgemeine zu sehen.
Hegel bestimmte das Schöne als das sinnliche Scheinen der Idee.
Im 20. Jahrhundert ist man bestrebt den hergebrachten Kunstbegriff als zu eng abzuschütteln.
Benjamin versteht beispielsweise die Fotographie und den Film als innovative Kunstformen. Die neue Kunst benötigt keine Aura mehr, die Benjamin definiert als " einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie auch sein mag ".
Kunst öffnet sich jetzt ,so der Tenor auch von Heidigger und Adorno, jeder nur denkbaren Form in der Hoffnung oder Utopie einer allgemeinen Veränderung der Erlebensweisen.
Ein hochinteressantes Büchlein! Sehr zu empfehlen!
Was ist und wozu dient Kunst? Ein Kaleidosko von KunstauffassungenBewertung 4 von 5.0 Punkten vom 08.10.2006- „Was ist Kunst?“ ist eine Frage, die so alt ist, wie die Philosophie selbst; und die immer wieder anders beantwortet wurde. Die Frage nach dem Wesen der Kunst war immer auch die Frage nach ihrem Sinn, weil sich daraus erklären ließe, was sie ist. Jede Zeit gab darauf eine andere, also ihre eigene Antwort. So schafft Michael Hauskeller in kurzen, skizzierenden Abhandlungen einen Überblick über Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto. Seine Übersicht versammelt Ansichten zu dieser Frage von Platon, Aristoteles, aus Mittelalter und Renaissance, von Kant, Schiller, Schopenhauer, Hegel, Rosenkranz, Croce, Benjamin, Heidegger, Adorno, Goodmann, Lyotard und Danto, und schafft damit die Chance, sich selbst als Interessierten oder Kunstschaffenden besser zu positionieren. Sein Kaleidoskop aus Positionen zur Kunst richtet sich aber nicht nur an diese Zielgruppe, denn die hier versammelten, pointiert geschriebenen Texte können insgesamt sehr gut als Orientierung und Diskussionsgrundlage in dieser Frage dienen.
|