| Meinungen zum Buch: |
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In 24 Bewertung(en) wurden durchschnittlich 4.5 von 5.0 Punkten vergeben.
Nachfolgend die neuesten Bewertungen:
"Das Leben ist vielleicht nicht nur sinnlos, sondern absurd"Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 25.05.2010- Woher wissen wir etwas? Können wir überhaupt mit Gewissheit sagen, dass außerhalb von uns etwas existiert? Nein, denn es könnte ja auch sein, dass alles nur eine Halluzination ist. Nur über das Innere des eigenen Bewusstseins können wir sicher sein, über das Vorhandensein der Außenwelt aber nicht. Denn wie könnten wir überprüfen, dass die Außenwelt mit dem Wahrgenommenen übereinstimmt, wenn die Außenwelt selbst nur durch das Bewusstsein wahrgenommen werden kann?
Der Autor führt in radikaler Weise in die Probleme der Philosophie ein. Er schafft es, ohne den Namen irgendeines Philosophen in den zehn Kapiteln auch nur zu erwähnen, wichtige philosophische Fragen zu behandeln. Dabei geht es ihm nicht darum, ein ganzes System oder klare Antworten zu präsentieren, sondern, dass der Leser selber ein Gespür für philosophische Probleme entwickelt.
Vielleicht ist es am besten, wenn ich kurz auf die wohl wichtigste Frage von Nagels aufgeworfenen Fragen eingehe, nämlich auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Welche Antwort hat die Philosophie also zu bieten, nachdem klar geworden ist, dass der Mensch nichts mit Sicherheit wissen kann (sein eigenes Bewusstsein ausgenommen)? Die verschiedenen Teile des Lebens, so der Autor, können Sinn ergeben: Essen, weil man Hunger hat; in den Urlaub fahren, um sich zu erholen etc. Aber das Leben als Ganzes als sinnvoll zu betrachten, dem Leben als Ganzes von außen einen Zweck zu zuschreiben, das ist nicht möglich. Nagel erklärt das wie folgt:
"Wenn jemandes Leben als Teil von etwas Größerem einen Sinn hat, so kann man immer wieder in Beziehung auf dieses Größere fragen, welchen Sinn es hat. Entweder es gibt eine Antwort, die auf etwas noch größeres verweist, oder es gibt sie nicht. Gibt es sie, so stellt sich die Frage erneut. Gibt es sie nicht, so sind wir mit unserer Suche nach einem Sinn am Ende und bei etwas angelangt, das keinen Sinn mehr hat." (102 - 103)
An dieser Stelle bringt Nagel Gott ins Spiel. Gott selbst als Idee soll der End-Zweck, die letzte Erklärung von allem sein, das keiner Erklärung mehr bedarf. Aber genau an diesem Tatbestand stößt sich Nagel, denn die Warum-Fragen hören ja nicht auf: "Worin besteht der Zweck Gottes?" usw. Nagel ist sich nicht sicher, ob er den Gedanken Gottes versteht (Hierbei habe ich jedoch ebenso wie bei der Rolle des Gottes als endgültigem Erklärungsgrund das Problem, nicht sicher zu sein, ob ich den Gedanken verstehe"). Somit stimmen Nagels Gedanken genau mit dem überein, was die Bibel uns über Gott selbst sagt (z.B. Röm 11,34). Aber das ist eine Wahrheit, die geglaubt werden muss.
hm....Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 04.02.2010- schwer zu sagen was mir an diesem kleinen buch ;) so gefallen hat. vielleicht, dass ich es meiner tochter (16) leihen konnte die es verschlungen hat und tausend fragen hatte...:)klasse !!!!!
Ist im Grunde eine Einführung in philosophisches Denken!!!Bewertung 5 von 5.0 Punkten vom 02.11.2009- Wer eine Einführung in die Philosophie will, der findet haufenweise Bücher dazu und sei es auch nur die "Philosphische Hintertreppe" oder "Das Philosophen Portal" oder noch einfacher "Sophies Welt".
Das Buch von Nagel ist eine Einführung in das philosophische Denken und eine vorzügliche sogar.
Leider ist Nagel nur einmal ein so großer Wurf gelungen, seine anderen Bücher sind kompliziert und schwer verständlich.
Wer dieses Buch liest und wer es begreift, der kann sich wirklich glücklich schätzen. Aber, wie gesagt, es ist so geschrieben, dass viele Leute es begreifen können. Dieses Buch ist ein Geschenk an alle seine Leser. Fragen, aber keine LösungenBewertung 5 von 5.0 Punkten vom 24.10.2009- Wie der Verfasser bereits in seiner Einleitung schreibt, geht es in diesem kurzen Werk um die wichtigsten Fragestellungen zu unserem Weltverständnis. Er verhehlt dabei nicht, dass die Philosophie zu jedem Problem eine Vielzahl von unterschiedlichen und gegensätzlichen Antworten aber keine Lösungen liefert.
Dieses Buch ist ehrlich. Es will zum Denken anregen und keine Versprechen abgeben wie der Zeitgeistphilosoph Richard David Precht, der diese dann doch nicht einlösen kann.
Kurz: Die Philosophie kann Fragen stellen. Lösungen können - wenn wahrscheinlich auch nie allumfassend - nur die Naturwissenschaften liefern.
Ich lebe - also bin ich!? Philosophische BetrachtungenBewertung 4 von 5.0 Punkten vom 06.10.2009- Ich lebe also bin ich!? Philosophische Betrachtungen
Seit der Mensch denken kann, ist er auf der Suche nach seiner Schöpfung.
Solche Fragen wie die nach der Entstehung der Welt, der Entwicklung der Geschöpfe und seiner Selbst sowie die Frage nach dem Sinn des Lebens, beschäftigten ihn bisher in jeder Epoche.
In früheren Jahrhunderten, ja bis in die heutige Zeit hinein, versucht er sich mit Hilfe der unterschiedlichsten Religionen und/oder Glaubensbekenntnisse, eine Antwort auf diese Fragen zu geben. Philosophisches Denken entwickelte sich aus dem mystischen Denken,
neben Chinesen und Indern zuerst bei den Griechen. (griechische Philosophie)
Sie schufen die Grundlagen der abendländischen Philosophie.
In der Neuzeit und der Moderne setzten sich jedoch mehr und mehr auch naturwissenschaftliche Erklärungen durch. Allerdings vermögen auch diese nicht solche Fragen wie: Wer bin ich? oder Was ist der Tod? zu beantworten.
, doch womöglich gibt es zwischen Himmel und Erde mehr, als man mit den Mitteln der Naturwissenschaften verstehen kann.
Der Brockhaus definiert die Philosophie als Streben des menschlichen Geistes, die Zusammenhänge des Seins und die Grundsätze der Lebensführung und Daseinsgestaltung zu erkennen. Dabei ist der Umkreis der philosophischen Themen und Fragestellungen gar nicht fest umrissen. Man philosophiert einzig, indem man fragt, argumentiert, bestimmte Gedanken ausprobiert und mögliche Argumente gegen sie erwägt und darüber nachdenkt, wie unsere Begriffe wirklich beschaffen sind.
Fazit:
Nagels Werk ist deswegen tatsächlich nur eine ganz kurze Einführung in die Philosophie.
Ob sie auch in ihrer Gänze immer leicht verständlich ist, so wie es der Umschlagtext verspricht, muss der interessierte Leser selbst herausfinden.
Auf jeden Fall vermittelt Nagel einen ersten Eindruck in die Welt der Philosophie, ohne dem Leser jedoch fertige Antworten zu präsentieren. Vielmehr möchte er Anregungen geben,
tiefer in die Vielzahl philosophischer Theorien einzutauchen.
Dies ist ihm meiner Meinung nach mit diesem Büchlein auch gelungen.
Berlin, 15.09.2009
Herzlichst Th.S.
Meine Bewertung: 4 Sterne / lesenswert
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